NF Nachwuchsforscherin Lena Fichtner im Interview

Uns liegt die Förderung von JungforscherInnen sehr am Herzen. In der Vergangenheit gab es praktisch keine Anreize, sich dem Thema Neurofibromatose zu widmen. Unser psychologisches Forschungsprojekt "Fit für Schule und Beruf trotz Neurofibromatose" hat das geändert. Der große Umfang des Projektes hat es erlaubt, neben der Doktorarbeit von Frau Mag. Obergfell, auch einer weiteren Jungforscherin spannende Daten für eine Forschungsarbeit zur Verfügung zu stellen.

Wir möchten euch Lena Fichtinger kurz vorstellen, und werden euch selbstverständlich auch weiterhin über die Entwicklung ihres Forschungsprojektes auf dem Laufenden halten.

Steckbrief

Name:                 Lena Fichtinger
Alter:                   23 Jahre (1.12.1993)
Tätigkeit:            Psychologie Studentin Universität Wien
Berufswunsch:    Klinische Psychologin für Kinder und Jugendliche
Hobbys:               Bewegung an der frischen Luft, Tiere, Kochen, Reisen,
                            fremde Kulturen kennenlernen

 

Wie bist du auf das Thema NF aufmerksam geworden?
Zu dem Thema NF bin ich durch den Pferdetherapieverein e.motion aufmerksam geworden, bei dem ich ein Jahr lang ein Praktikum absolvieren konnte. Die Arbeit mit den Kindern und Pferden hat mich sehr bereichert und ich habe es genossen mit diesem tollen Team zusammenarbeiten zu dürfen. Im Sommer 2016 hatte ich die Chance bei einem Familienwochenende für NF-Betroffene am Lichtblickhof mitzuarbeiten. Dabei konnte ich erste Einblicke ins Leben und den Umgang mit NF gewinnen. Es war ein ganz besonders schönes Wochenende mit vielen unvergesslichen Momenten und hat mein Interesse für NF stark geweckt.

Was reizt/ interessiert dich an diesem Thema besonders?
Mein Interesse liegt insbesondere bei den komplexen Ausprägungsformen der Krankheit. Neben den körperlichen Symptomen interessieren mich vor allem die vielseitigen psychischen Auswirkungen von NF. Gerade der Einfluss von NF auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und die Auswirkungen der Krankheit auf das soziale Umfeld haben meine Neugierde stark geweckt. Daher wollte ich gerne meine Bachelorarbeit über NF schreiben und freue mich sehr, dass ich von Frau Mag. Neeltje Obergfell und Herrn Dr. Thomas Pletschko das Angebot bekam, meine Arbeit in Kooperation mit der Neurofibromatose-Ambulanz im AKH Wien zu verfassen.

Worum geht es in deiner Bachelorarbeit?
In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit den sozialen und emotionalen Fähigkeiten von Vorschulkindern mit NF1. Es wird dabei die Fähigkeit der Kinder untersucht, unterschiedliche Emotionen (wie z.B. Angst oder Freude) erkennen und benennen zu können. Es gibt bereits ein paar Forschungsarbeiten zu diesen sozialen und emotionalen Kompetenzen von Schulkindern, allerdings noch keine diesbezüglichen Ergebnisse von betroffenen Kindern im Vorschulalter. Zusätzlich interessiert mich, ob es einen Zusammenhang zwischen den sozialen und emotionalen Fähigkeiten der Betroffenen und der familiären Lebensqualität gibt. Darüber hinaus wird auch der Zusammenhang zwischen den sozialen und emotionalen Fähigkeiten und eventuellen Schwierigkeiten der Kinder im Umgang mit Gleichaltrigen analysiert.

Was wünscht du dir für die Ergebnisse deiner Arbeit?
Für meine Ergebnisse der Arbeit wünsche ich mir, dass sie erste Erkenntnisse zu den sozialen und emotionalen Fähigkeiten von Vorschulkindern mit NF1 liefern wird. Wenn wir zu dem Ergebnis kommen sollten, dass Kinder mit NF1 mehr Schwierigkeiten in diesen Fähigkeiten aufweisen, wünsche ich mir, dass dadurch die Notwendigkeit für mehr Unterstützung der Kinder betont werden kann. Es wäre toll, wenn durch die Erweiterung des Forschungsstandes mehr Bewusstsein für die Krankheit geschaffen wird und die Förderungsangebote für die betroffenen Kinder und Jugendlichen dadurch verbessert werden können. 

 

Vielen Dank Lena Fichtinger für das Interview!

Das Projekt "Fit für Schule und Beruf trotz Neurofibromatose" läuft noch bis Ende 2018 weiter. Um das letzte Jahr dieser Forschungsarbeit finanziell abzusichern suchen wir noch Spender, die uns bei diesem wichtigen Projekt unterstützen möchten. Bitte hilf auch du, dieses Forschungsarbeit zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Spende jetzt!. Danke!

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