Cross border healthcare Konferenz 2104

NF Kinder gestaltet mit

Bei der cross border healthcare Konferenz in Laibach /Slowenien von 7.-9. Juli 2014 kamen Patientenorganisationsvertreter, sowie Vertreter von öffentlichen Institutionen und Ärzte zusammen, um gemeinsam an der EU Richtlinie für länderübergreifende Gesundheitsversorgung zu arbeiten.

Die EU-Richtlinie EU Directive 2011/24/EU soll Menschen in EU-Ländern die Chance geben für geplante Behandlungen oder Eingriffe ins EU-Ausland zu reisen, wenn die Behandlung oder der Eingriff im eigenem Land gar nicht oder nicht zeitgerecht verfügbar ist, oder die qualitativen Mindestanforderungen nicht erfüllt und die Sicherheit des Patienten gefährdet ist.

Die Behandlungskosten können dann im eigenem Land vom Versicherungsträger eingefordert werden. Die Höhe der Rückerstattung hängt von den Behandlungskosten im eigenem Land ab. Sie betragen in der Regel 80% der Kosten, die eine solche Behandlung im eigenem Land gekostet hätte.


In jedem Land, auch in Österreich, entstehen nationale Kontaktstellen für die länderübergreifende Gesundheitsvorsorge. In Österreich können Patienten auf folgender Website alle relevanten Informationen finden: https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/kontaktstelle-patientenmobilitaet.html

In 3 arbeitsintensiven Tagen wurde die Richtlinie von den Patientenvertretern in Laibach diskutiert. Es wurden Verbesserungsvorschläge erarbeitet und in einem Konzept zusammengefasst. Dieses wird nun seinen Weg in die Evaluierung der Richtlinie nächstes Jahr finden.

NF Kinder, vertreten durch den Obmann Claas Röhl, hat sich während der Konferenz für Menschen mit seltenen Erkrankungen stark gemacht. Gerade für diese Patientengruppe gibt es leider noch vehemente Defizite in der EU Richtlinie. Menschen mit seltenen Krankheiten müssen meist dann ins Ausland, wenn eine  Behandlung im eigenen Land nicht zugelassen ist, Wirkstoffe nicht zugelassen sind, oder eine Behandlung wie die Präimplantationsdiagnostik beispielsweise, nicht legal ist.

In solchen Fällen haben die Versicherungsanstalten auch im Rahmen der EU-Richtlinie noch die Freiheit die Rückerstattung der Behandlungskosten abzulehnen. Ausserdem wird von den Patienten sehr viel Arbeitseinsatz für die Organisation erwartet,da es einen erhelblichen bürokratischen Aufwand sowie Kommunikationsaufwand mit der ausländische Behandlungsstätte erfordert.

Menschen mit seltenen Krankheiten haben oft gesundheitlich bedingt nicht die Kraft sich einem so großen Aufwand zu stellen. Auch Sprachbarrieren können erschwerend hinzukommen, ebenso der Umstand, dass die Behandlungskosten von den Patienten ausgelegt werden sollen und Reisekosten meist gar nicht übernommen werden.

Diese Defizite haben wir angesprochen und Verbesserungsvorschläge eingebracht. 2015 wird die Richtlinie evaluiert. Wir hoffen, dass unsere Einwände Berücksichtigung finden, damit die tolle Idee einer EU-weiten Gesundheitspolitik auch für alle Patienten Vorteile bringt und vor allem Menschen mit chronischen Krankheiten hilft.

 

Claas Röhl, Obmann NF Kinder, im Gespräch mit Matt Johnson, Research and health care director bei EURORDIS, der auch durch seine frühere Tätigkeit für die Neuro Foundation über langjährige Erfahrung auf dem Bereich Neurofibromatose verfügt.

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