Schnwannomatose

Schnwannomatose

Schwannomatose ist die seltenste Form der Neurofibromatose.

Schwannomatose ist die seltenste Form der Neurofibromatose. Sie tritt mit einer Häufigkeit von ca. 1 : 40 000 auf. Patient:innen mit Schwannomatose können multiple Schwannome entlang der Nerven entwickeln.

  • Klinische Merkmale

    • multiple Schwannome entlang der Nerven (spinal, peripher, selten auch intrazerebral)
    • keine Akustikusneurinome wie bei NF2
    • Keine Café-au-lait-Flecken wie bei NF1
  • Symptome

    • Chronische Schmerzen

    • Lokale oder ausstrahlende Nervenschmerzen durch Druck der Tumoren auf Nerven

    • Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Schwäche in betroffenen Körperregionen

    • Bewegungseinschränkungen oder funktionelle Ausfälle, wenn Nerven stark beeinträchtigt sind

  • Krankheitsverlauf

    Die Schwannomatose tritt meist im Erwachsenenalter auf. Typisch ist das Auftreten multipler, gutartiger Nervenscheidentumoren (Schwannome), die oft starke chronische Schmerzen verursachen. Im Gegensatz zur Neurofibromatose Typ 2 treten in der Regel keine Vestibularisschwannome (Hörnervtumoren) auf. Der Verlauf ist sehr variabel: Manche Betroffene haben wenige Tumoren mit lokal begrenzten Beschwerden, andere entwickeln im Laufe des Lebens viele Schwannome in verschiedenen Körperregionen.

  • Häufigkeit

    Die Schätzungen zur Häufigkeit liegen bei etwa 1 : 40.000 Menschen. Damit ist sie deutlich seltener als Neurofibromatose Typ 1 und Typ 2.